Forum

Bombenlager in Biesenthal

Thomas

Biesenthal

24.05.10, 20:36

Was für ein Fatalismus von vince ljing. Kriege gab es immer und wird es immer geben. Na dann Feuer frei!
Kriege sind Menschen gemacht. Aber zu meinem natürlichen Wesen gehört es keineswegs zu Morden und Kriege zu führen. Kriege sind Ergebnis eines weltweit herrschenden Systems von Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung und Kriege dienen der Aufrechterhaltung dieser wahnsinnigen Verhältnisse.
Deswegen ist es nur folgerichtig sich dem Morden zu verweigern und sich aktiv gegen Krieg und Militär zu wenden. Erfolge gegen den Terrorismus erreichen wir nicht mit Krieg sondern in der Bekämpfung seiner Ursachen.

vince ljing

biesenthal

11.05.10, 17:18

"Frieden schaffen geht nun mal nur ohne Militär"

also wollen wir jetzt jede terroristische vereinigung der welt höflichst darum bitten,
nicht mehr in gebäude zu fliegen und selbst zivilisten zu ermorden?

ich bin wahrlich kein fan von roher gewalt, waffen und krieg..
habe mich gegen die bundeswehr gestellt und den antritt zur grundausbildung verweigert,
aber dennoch scheint die behauptung, die wahrung des friedens auf der welt sei nur ohne den einsatz von militär, selbst wenn es sich um friedenseinsätze handelt, zu gewährleisten, mir sehr fragwürdig.

die frage ob es überhaupt im ansatz realistisch ist, von einem zeitnahen weltfrieden zu träumen, erscheint mir ehrlich gesagt auch ziemlich lächerlich. wir müssen uns mit einer sache abfinden: das kämpfen, das kräftemessen, das streben nach macht gehört zum natürlichen wesen der menschheit. es gab in der vergangenheit nie irgendeine epoche, in der es keine großen kriege gab. und die wird es auch in zukunft nicht geben.

ich möchte damit nichts beschönigen, aber so sieht die lage für mich aus und ich glaube nicht, dass der mensch, allgemein, sich in dieser hinsicht ändern wird.


ps: auch wenn die diskussion inzwischen kaum mehr mit dem eigentlichen thema zu tun hat, möchte ich die redaktion darum bitten, es nicht zu schließen.. hier scheint sich ein meinungsaustausch zu bilden, den man als leser und beteiligter mal ernst nehmen kann, was ja in manch anderen themen nicht immer der fall ist. ich hoffe, ich treffe auf zustimmung (:

Marco Dehmel

Biesenthal

20.03.10, 09:39

Die meisten Straftaten erfolgen aus starken sozialen Differenzen. Natürlich gibt es auch Menschen, die aus Spaß töten. Braucht es dafür allerdings ein Militär, welches ganze Länder in Schutt und Asche bombt oder wilde Horden von Söldnern, die des Geldes wegen einen Mord begehen. Fakt ist, Soldaten fern ab der Heimat neigen dazu sich an schwächeren zu vergreifen, wie z.B. Vergewaltigungen an Einheimischen.

Soll das etwa Friedenspolitik sein? In meinen Augen ist das Völkermord und Schande über unser Haupt. Selbst wenn die UN einen Militäreinsatz billigt, ist jede militärische Aktion nur Nährboden erneuter Vergeltungsschläge. Ebenso sieht es mit den Nato-Zwängen aus, die uns doch fest einplanen für künftige Friedensmissionen.

Wenn wir am Militär nur festhalten möge, damit es so bleiben soll wie es jetzt augenblicklich ist, dann werden trotzdem immer wieder neue Fahrzeuge und Waffen benötigt, Kriegsforschung betrieben oder Menschen zu Soldaten gemacht. Das ist also auch eine Äußerung zum Militär. So werden wir auch weiterhin Panzerbauer bleiben für andere Nationen. Der üble Nachgeschmack bleibt somit, wir festigen unseren Wohlstand dadurch, weil andere Menschen sich mit unseren Waffen den Schädel einschlagen.

Und das Militär hat nun ja Personalmangel. In Bahnen, auf Plakaten oder gar in einigen Bundesländern im Schulunterricht wirbt unser Heer für den Friedensdienst Bundeswehr mit guter Bildung und guter Bezahlung. Auch das gehört schleunigst abgeschafft!

Zuletzt noch der Gedanke, Bundeswehr im Inneren...

Also, Bundeswehr wegtreten!

Rainer

19.03.10, 10:44

Das klingt ja nun auch alles etwas sachlicher. Vielleicht schaffen wir es, dabei zu bleiben, werde mein Bestes tun. Ich denke, dass es eben wirklich Utopie ist, Frieden ohne Militär zu schaffen. Wie Du sagst Thomas, es wird immer wieder Menschen geben, die bereit sind zu töten. Viele sogar aus reinem Spaß. Wie will man denn dagegen vorgehen?

Sicher, am Ende des Friedensprozesses soll eine Welt ohne Militär stehen-ein Traum, es wäre aber schön. Vielleicht wäre es ja ein ANfang, die Armeen zu vereinen und das Gesamtwaffenarsenal erheblich zu reduzieren. Genügt immer noch uns gegen die Deppen zu schützen. Dann müsste man als erstes aber mal die Nationen anklagen, die Länder okupieren, in diese einfallen unter dem Motto hier gibt es Chemiewaffen und deren Fabriken.

Man hat nun eingeräumt, dass dergleichen nicht gefunden wurde. Also handelt es sich bei dem IRAKkrieg um einen Aggressionskrieg! Dort wurden tausende Zivilisten getötet für nichts. Warum klagt Niemand die USA und Kumpane deshalb an? Warum tut der internationale Gerichtshof nichts dagegen? Fragen über Fragen.

Thomas

Biesenthal

18.03.10, 13:34

Es geht doch nicht darum, dass alle BundeswehrsoldatInnen "IdiotInnen" sind. Das war nur eine Reaktion darauf, dass hier im Forum die Rede davon war, dass so viele Idioten in der Welt unterwegs wären und wir deswegen die Bundeswehr bräuchten um uns vor denen zu schützen. Dabei wird verdrängt, dass die BundeswehrsoldatInnen genau so gefährlich sind wie die "Idioten". Sie sind dafür ausgebildet worden auf Befehl effektiv Menschen zu töten. Das dabei nicht nur gegenerische SoldateInnen ermordet werden, sondern eben auch ZivilistInnen kann man ja in Afghanisthan sehen. Dabei geht es auch gar nicht darum, irgendjemanden zu beschützen, sondern deutsche Interessen in aller Welt militärisch durchzusetzen. Alles andere ist und bleibt Propaganda!
Das Festhalten an Militär und Krieg als Mittel der Politik mag vielleicht realistisch sein, ist aber mitverantwortlich für den Wahnsinn in dieser Welt, der immer wieder Menschen produziert die bereit sind zu töten, ob nun in einer Armee, als Terroristen oder Kriminelle. Frieden schaffen geht nun mal nur ohne Militär. Das mag utopisch klingen, aber der Verzicht auf Utopie heisst in dieser Welt das Festhalten an der Barbarei!
Deswegen bleib ich dabei: Bundeswehr abschaffen!

Lena Bonsiepen

Redaktion

11.03.10, 21:59

Es gibt einen Unterschied zwischen einer persönlichen Beleidigung und einer Meinungsäußerung. Hätte Thomas den Soldaten X als Idioten bezeichnet, hätten wir das vermutlich nicht veröffentlicht. Er hat jedoch eine Verbindung zwischen Liebhabern der Marschmusik – nach seiner und Einsteins Meinung „Idioten“ – und der Bundeswehr gezogen, und dies ist u.E. eine politische Meinungsäußerung, die wegen des Grundrechts auf Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) erlaubt ist.

In dieser Einschätzung sehen wir uns im übrigen durch eine Reihe von Gerichtsurteilen bis hin zum Bundesverfassungsgericht bestätigt. Es gab bis in die 90er Jahre eine Unzahl von Verbotsanträgen gegen den ursprünglich von Tucholsky stammenden Satz „Soldaten sind Mörder“. Die deutschen Gerichte kamen fast ausnahmslos zu dem Urteil, dass „die Aussage als solche ... unter die Meinungsfreiheit [fällt], wird sie aber auf bestimmte Personen angewandt, die nicht im Verdacht des Mordes stehen, so wird sie als Verleumdung oder Beleidigung geahndet.“ Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Soldaten_sind_Mörder

Rainer

10.03.10, 22:25

@ Marco "Drum sollten wir die Bundeswehr schleunigst abschaffen, damit weniger "Idioten" in der Welt herumlaufen." Na wenn das keine deutliche Beleidigung ist!?! Damit hat er alle Bundeswehrangehörigen als Idioten bezeichnet. Das dies durch die Redaktion nicht unterbunden wurde finde ich äußerst merkwürdig! Ich habe ja nicht behauptet, dass er mich angegriffen hat, kann es aber auch nicht hinnehmen, wenn man die Jungs der Bundeswehr alle als Idioten bezeichnet!

Wenn Sie die Gefahr, welche sich durch die riesigen sozialen Unterschiede in der Welt darstellt nicht begreifen und verstehen können, hat es keinen Sinn darüber zu reden. Was glauben Sie, wozu ein Mensch fähig ist, wenn er hungert und nebenan gibt man sich der Fülle hin. Das haben wir doch im eigenen Land. Da wird der Nachbar beklaut und erschlagen, nur um an sein Geld ranzukommen. Warum sollen diese Gedanken nicht auch länderübergreifend vorhanden sein, wenn man in ein Land mal so reinspazieren kann?

Ich sage es nochmal, ich bin auch Gegner von Militärbeteiligungen in anderen Ländern. Das ist Krieg was man da in Afganistan macht. Als die Russen dort drin waren hat man das international verurteilt! Man erinnere sich bitte. Da haben die Amis die Taliban aufgebaut und ausgebildet. Jetzt dreht man sich einfach rum und schießt in die andere Richtung! Und bei solch einem Irrsinn fragen Sie noch, vor wem sollen wir denn beschützt werden?

In anderen Ländern dort unten geht es genau so ab. Die sind so fanatisch, die hauen uns einfach die Rübe ab, wenn sie können. Wer das ignoriert, der darf sich nicht Realist nennen. Würde es auch lieber sehen, wenn man statt Bomben Wirtschaftshilfe schickt. Wenn man statt Rüstung in der Medizin forscht. Bin aber nicht so naiv zu glauben, dass uns schon der liebe Gott alleine schützt. Mal ehrlich drüber nachdenken!

Marco Dehmel

Biesenthal

02.03.10, 20:55

@Rainer
Wo hat denn bitte Thomas Sie angegriffen?
Thomas hat nur Albert Einstein zitiert. Wer jedoch anderen Sachen unterstellt, die sie nicht getan haben, der muss auch mit den Folgen leben können.

Vor wem müssen Sie denn "beschützt" werden? Doch nicht etwa vor den bösen Schurkenstaaten, durch deren Ausplünderung wir unseren Wohlstand verdanken...

Jede militärische Aktion sollte Ablehnung finden, das Militär sollte keine Rekruten finden und die Waffenforschung sollte schnellstens eingestellt werden. Dafür bedarf es jedoch auch Aktivismus, aber der ist ja nicht so beliebt, man könnte sich die Finger schmutzig machen. Abwählen lässt sich das Militär mit Sicherheit nicht.

Thomas ist sachlich geblieben, wo bleibt Ihre Antwort, das Thema ist eben nicht zu...

@Thomas
Das mit den freien Mitteln sehe ich ähnlich.
Leider haben unsere Vertreter ein paar Luftfrachter bestellt, womit man sich schon auf neue "Friedensmissionen" freuen kann. Diese Gelder hätten so sinnvoll genutzt werden können.

Thomas

Biesenthal

15.02.10, 15:51

Die Abschaffung der Bundeswehr wäre ein sehr deutliches Zeichen in die ganze Welt. Ein Staat, von weltweiter Bedeutung (anders als Island und Kostarika, die auch kein Militär haben), verzichtet auf Krieg als Mittel seiner Außenpolitik.
Das mit der Auflösung der Bundeswehr noch nicht alle Probleme auf der Welt gelöst wären ist selbstverständlich, aber es würden viele Milliarden frei um damit sinnvolles zu tun, z.B. um Hunger und Armut zu bekämpfen. Das es dabei nicht um Verteilung von Almosen geht, sondern um ersthafte gesellschaftliche Veränderungen, setze ich dabei voraus.

Rainer

08.02.10, 13:27

Ich dachte, Beleidigungen sollen hier keinen Platz haben. In erster Linie müssen wir soetwas wie Thomas "abschaffen", um nur zu erwiedern! Der redet ziemlich gequirlt und unsachlich. Möchte nicht wissen, wer uns da so alles besuchen kommen würde. Heisst ja nicht, dass ich für Militarisierung bin! Eine Armee abschaffen muss man aber weltweit und zeitgleich tun! Das geht leider so nicht, dass müsste auch Thomas einleuchten.

Da Sie auch das System nicht ändern und damit die extrehmen sozialen Unterschiede in der Welt, vom Hunger bis Millardär, nicht ändern können, brauchen Sie nun mal eine Armee, die uns schützt. Ich heisse es auch nicht willkommen, dass die Bundeswehr in Afganistan ist, auf diese Art und Weise schafft man in solchen Ländern keinen Frieden.

Naja, möchte das Thema nicht zu weit ausdehnen, da ich ohnehin damit rechne, dass es geschlossen wird. Kann mir nicht vorstellen, dass Thomas sachlich bleibt!

Thomas

Biesenthal

01.02.10, 22:30

Den Nagel auf den Kopf getroffen hat wohl eher Albert Einstein als er sagte:

„Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen, Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalt und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen! Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser als gewöhnlicher Mord.”

Drum sollten wir die Bundeswehr schleunigst abschaffen, damit weniger "Idioten" in der Welt herumlaufen.

Rainer

31.01.10, 22:42

@ Rolf und Horst, Ihr habt den Nagel auf den Kopf getroffen!

Marco Dehmel

Biesenthal

24.01.10, 22:42

@Thomas
Dito.

HorstG

30.12.09, 13:24

Was issn Dir Thomas? Eine Bundeswehr brauchen wir nun schon, da kann man glauben an was man will! Bei derartig vielen Idioten, die auf der Welt rumlaufen, muss man sich auch schützen können. Wem dies bewusst ist und er dann trotzdem gegen Militär in seiner Region ist, handelt nur egoistisch! Nur nicht hier, sollen die doch woanders hin. Was ist das für eine Haltung?
Horst

Thomas

Biesenthal

28.12.09, 13:06

Um was für Munition soll es denn gehen? Meine Assoziation ist gleich die Bundeswehr und die will ich hier auf gar keinen Fall haben. Der Barnim ist seit Jahren miltärfrei und das ist auch gut so.
Munition gehört nicht gelagert, sondern verschrottet.
Bundeswehr abschaffen!

Rolf

Biesenthal

22.12.09, 12:22

Naja, dass waren ja auch andere Zeiten. Derartige Entsorgung ist heute nicht mehr möglich. Ich habe nur davon gehört, dass man hier Munition o.ä. lagern wolle. Bietet sich aber doch an. Es gibt zahlreiche Erdbunkeranlagen, die ohnehin nur zerfallen würden. Warum soll man dann woanders neue bauen? Zudem liegen sie abseits der Stadt. Das man Munition u.ä. nun mal noch braucht ist doch unstrittig. Natürlich wäre mir auch lieber, wenn es den ganzen Mist nicht mehr geben würde. Das bleibt aber ein Traum! Beschützt werden wollen wir ja alle! Nur dann die Konsequenzen tragen, dass ist immer gar nicht so einfach-oder?

Sprengstoff benötigt man nun aber auch in der Industrie und anderen Bereichen. Das Zeug muss doch auch sicher gelagert werden. Man kann sich, wenn man Fortschritt will, nicht immer gegen alles wehren!

Nicole

Biesenthal

21.12.09, 17:12

In den Frühzeiten des Atomzeitalters wurde im Osten wie im Westen einfach wild drauflos gewurschtelt und alles, was man gerade nicht mehr brauchen konnte, in irgendwelche ausgehobenen Gräben oder sogar regelrechte Gräber gekippt. Es ist einfach kein gutes Gefühl zu wissen, dass es hier sowas geben soll! Ganz einfach.
Und es gibt viele Menschen die sowas nicht bejahen werden!!
Wie denkst du darüber??

Mfg

Rolf

17.12.09, 21:10

Warum Wahnsinn Nicole? Begründe mal. Wen würde es dort stören, wenn es so wäre?

Nicole

Biesenthal

16.12.09, 13:12

Hallo Peter,

das kann ich mir nicht vorstellen!!!! Das wer ja wahnsinn!!!!!


Mfg Nicole

P.Födisch

Biesenthal

15.11.09, 19:40

Hallo,
es gibt Gerüchte, daß das Bombenlager an der Telekomstraße reaktiviert werden soll, um dort Sprengstoff zu lagern. Wer kann dazu etwas sagen?