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Neue Brunnen auf Grundstücken werden in der Regel nicht genehmigt

Dr. Meißner, Bernd

Biesenthal

27.09.19, 16:30

Ein wesentl. Faktor gestiegener Wasser- u. Abwasserpreise ist das Geschäftsbesorgerentgelt der Bernauer Stadtwerke. Diese entwickelten sich von 2006= 2059 T€, dar. TW= 1399T€ bzw. AW=660T€ bis
2017= 2942 T€, dar. TW= 1512T€ bzw. AW=1430T€
Insges.auf 142,9%!
Anfang der 90íger Jahre beliefen sich diese Kosten insgesamt noch auf ca. 1500 TDM.
Eine analoge Aufwandsentwicklung der Stadtwerke für diese Kostenentwicklung ist bis heute nicht nachvollziehbar. Von Interventionen gegen diese Kostenumlage gibt es keine Informationen.

Gunnar Hagen

Biesenthal

19.07.19, 12:22

Hi Phillip,,

wahre Worte.
Die Nebenkosten für Strom steigen auch, obwohl alles auf LED und A++ umgestellt wurde, und der Wind nun mit einspringt.

Wer glaubt es wird einmal besser im Geldbeutel für uns Bürger der irrt gewaltig.
Schließlich müssen ja all die unproduktiven Damen und Herren (und damit sind in erster Linie die Top bezahlten Stellen gemeint, welche auch in der Politik sitzen) vergütet werden.

Leider nur ist der Deutsche zu bequem geworden, mal die gelbe Weste anzuziehen um es den Nachbarn gleich zu tun.
Selbst die kommende Co2 Steuer, welche den Knechten (wir Bürger) richtig weh tun wird, wird von den Darstellern durchgepeischt. Eventuell kommt ein kurzes Aufbäumen in der gesteuerten Presse, aber dann wirds wieder ruhig und wir zahlen.

Phillip

Biesenthal

18.07.19, 09:17

Hallo zusammen,

tja, dass ist schon so eine Sache mit dem Trinkwasser. Jahrzehntelang wurde uns von der grünen Seite mit pädagogischer Überlegenheit gepredigt, dass man Wasser sparen soll woimmer es nur geht. Sündhaft teure Haushaltsgeräte wurden angeschafft, nur um 5 Liter Wasser pro Waschgang zu sparen. Toiletten spülen jetzt nur noch mit einem "Schluck" Wasser.. ... Schmackhaft wurde uns das alles gemacht indem man uns vorrechnete was wir doch an Geld damit sparen könnten....

Soooooo... und was ist der REALE Stand der Entwicklung???
1. Es wurde noch nie so wenig Wasser pro Person verbraucht wie heute.
und das obwohl mehr Geräte im Haushalt vorhanden sind die Wasser
verbrauchen.
1990: 147L/ Tag
2018: 122L/ Tag

2. Der Wasserpreis ist in dieser Zeit sehr stark angestiegen

Das "Geld-Sparpotential" ist also gleich Null bzw. Negativ. Wenn man dazu die Mehrkosten für A+++++ Geräte und sonstigen Wasserspar-Geräte einrechnet kommt man nur zu einem Ergebnis: Das ganze Wassersparen ist uns sehr teuer zu stehen gekommen.
(Sarkasmus an) Und den Wassermangel in der Sahara haben wir damit auch nicht behoben (Sarkasmus aus)...

und da der WAV nur Geld verdient wenn wir sein Wasser verbrauchen muss er sich halt was einfallen lassen damit das wieder mehr wird. Und wenn er mit der Idee kommt, mit aufwendig aufbereitetem Trinkwasser den Garten zu gießen dann hat das mit Umweltschutz rein gar nichts zu tun. Sondern nur damit das wir alle zu wenig Trinkwasser dem WAV abkaufen und dem WAV deswegen die Selbst-Kosten (LOL) über den Kopf wachsen.... Mit Trinkwasser die Blumen gießen... da hätten die GRÜNEN vor 30 Jahren noch ne Demo gegen organisiert.
Aber da waren die ja auch noch nicht NATO-Olivgrün...

MfG

Gunnar Hagen

Biesenthal

17.07.19, 07:30

"Vielmehr wollte ich damit ausdrücken, dass der WAV durch das Brunnenbohrverbot künstlich den Wasserverbrauch aus dem öffentlichen Netz hochhält um getätigte Investitionen refinanzieren zu können."

Ebenfalls hierfür die volle Zustimmung.
Die oft angeprangerten und weltweit diskutierten, und in meinen Augen Menschenrechte verletzenden Machenschaften der Firma Nestle, lassen hier grüßen.
Wir graben den Menschen das Wasser ab um es Ihnen dann teuer zu verkaufen.

Der Verband ist kein gemeinnütziger Verein, keine gGmbH, hat die Ust ID wie jedes Wirtschaftsunternehmen. Wer hier glaubt das es dem Bürger dient liegt wie immer falsch. Da helfen auch die Erläuterungen von Frau Bonsiepen nichts.

Meinen denn die Beteiligten das es wirklich keine klar denkenden Menschen mehr gibt, welche nicht durch den Mainstream verdummt und ruhig gestellt wurden.

Marcus Mittenzwei

Biesenthal

15.07.19, 14:55

Sehr geehrte Frau Bonsiepen,

grundsätzlich stimme ich dem gesagten von "Icke" durchaus zu.

Dennoch möchte ich meinen Ausdruck "Geldschinderei" etwas relativieren.
Vielmehr wollte ich damit ausdrücken, dass der WAV durch das Brunnenbohrverbot künstlich den Wasserverbrauch aus dem öffentlichen Netz hochhält um getätigte Investitionen refinanzieren zu können.

Sie stimmen mir sicher zu, wenn ich sage, dass es aufgrund der anhaltenden Trockenheit der letzten Jahre bei den Grundstückseigentümern vermehrt zu dem Gedanken kommt, die Gartenwasserversorgung in die eigene Hand zu nehmen. Schon alleine im Hinblick auf den mickrigen Versorgungsdruck ist das eine logische Denkweise.

Wenn nun aber deutlich weniger Wasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz entnommen wird, gerät natürlich auch die Kalkulation des Versorgers ins wanken. Aus der Sicht des Versorgers ist es daher nur logisch, die Verbraucher künstlich an sich zu binden.
Was hier aber der eigentliche Kern der Diskussion war, sind die aufgeführten Argumente des WAV. Diese sind in keinster Weise nachvollziehbar und künstlich schlecht gerechnet.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen meinen Standpunkt etwas verständlicher darlegen.

Mit freundlichen Grüßen
Mittenzwei

Lena Bonsiepen

Biesenthal

14.07.19, 19:07

Sehr geehrte/r Icke,

>>der WAV liefert Wasser zum Selbstkostenpreis und macht keinen Profit.
Das glauben Sie wirklich?<<

Ich habe vom Profit gesprochen, also der privaten Aneignung des Überschusses über die Herstellungskosten. Und die findet beim WAV nicht statt und deshab ist der Vorwurf der „Geldschinderei“ unangebracht. Der WAV nimmt insgesamt nicht mehr ein, als er für die Herstellung der Wasserver- und -entsorgung im Verbandsgebiet aufwendet.

Etwas anderes sind die individuellen Ungerechtigkeiten, die Sie in Ihren Beispielen anführen. Der WAV hat in seinen Satzungen die Umlage seiner gesamten Herstellungskosten auf alle Anschlussnehmer festfgelegt, die im individuellen Fall tatsächlich ungerecht sein kann und ist. Das kenne ich aus erster Hand, da wir als eines von etwa 15 Grundstücken in der Bahnhofstraße die Druckentwässerung, die dem WAV insgesamt finanziell nützt, privat bezahlen müssen. Solche Ungerechtigkeiten gibt es in jedem Umlagesystem, sei es Steuer oder Krankenversicherung.

Ich will damit die bestehende Beitragspraxis des WAV nicht rechtfertigen, sehe aber, dass es nahezu unmöglich ist, jede individuelle Situation in einer Satzung angemessen zu behandeln. Dennoch muss weiter um eine gerechte Beitragsgestaltung gerungen werden. Und dazu haben wir doch den Beirat, oder?

Icke

Biesenthal

13.07.19, 18:04

Sehr geehrte Frau Bonsiepen,
der WAV liefert Wasser zum Selbstkostenpreis und macht keinen Profit.
Das glauben Sie wirklich?
Es wird eine Anschlussgebühr verlangt die sich nach der Größe des Grundstückes richtet und nicht nach z..B. laufendem Meter Strassenfront.
Dabei wird bei grossen Grundstücken mehr Geld eingenommen als ausgegeben.
Also Profit.
Trotzdem wird anschließend nach Verbrauch berechnet und das für alle gleich. Das ist legitim.
Es gibt immer wieder Verbote, dass Wasser in einer bestimmten Zeit zum giessen zu benutzen. Also das spricht für den Brunnen und entlastet das öffentliche Wassernetz.
Ich möchte nicht an den Versuch erinnern die Grundstücke künstlich um 25% zu vergrößern, da man ja angeblich 2 Etagen bauen könnte.
Wir mussten noch einmal 25% der Grundstücksgrösse als Anschlussgebühr nachzahlen obwohl nur 1 Etage vorhanden ist.
Obwohl nichts verändert wurde an der Wasserversorgung.
Damit wollte man auch keinen Profit erwirtschaften.?
Beim Antrag auf Anschluss an die Trinkwasserversorgung galt eine Kappungsgrenze von 40 Meter bei der Grundstückstiefe. Nach dem Anschluss wurde die komplette Größe berechnet. Das war auch keine Profitgier?
Was spielt es für eine Rolle wenn ich ein Rohr verlege, wie groß das Grundstück dahinter ist? Ein Meter Rohr verlegen kostet deshalb nicht mehr.
Also das ist Geldschinderei.
Evtl. Akzeptieren Sie das, und da lasse ich das Thema Abwasser mal bewusst weg.

Liebe Grüße, ein bis jetzt immer alles zahlen müssender Biesenthaler.

Lena Bonsiepen

Biesenthal

11.07.19, 01:55

Hallo Herr Mittenzwei,

der WAV liefert Ihnen Wasser und berechnet dafür den Selbstkostenpreis. Bitte erklären Sie mir, was daran Geldschinderei ist.
Als kommunaler Zweckverband macht der WAV keinen Profit.

Marcus Mittenzwei

Biesenthal

10.07.19, 10:38

Hallo Herr Krüger, Hallo Herr Richter,

ich stimme Ihnen da voll und ganz zu und sehe diese Ablehnungspraxis des WAV nur als Geldschinderei an.

Am besten gefällt mir jedoch die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Die angeführten Kosten von ca. 4.250 € sehe ich als zu hoch an, mögen je nach Tiefe des Brunnens jedoch noch gerechfertigt sein. Aber diese dann mit einem Gartenwasserverbrauch von nur 40 m³ auf einem 800 m² Grundstück zu vergleichen ist fern ab jeder Realität.

Unser Grundstück verfügt beipielsweise über ca. 400 m² Rasenfläche, zzgl. diverser Bepflanzungen. Bei einer intensiven Bewässerung 2-3 mal pro Woche ergibt sich ein Gartenwasserverbrauch von ca. 150 m³/a.
Damit liegt man bei etwas realistischeren Brunnenpreisen von ca. 3.500 € bei einer Amortisationszeit von ca. 15 Jahren.

Dies ist sicher noch immer nicht überragend aber dennoch schon eine Überlegung wert.

Ich finde es daher ebenfalls schade, dass uns mit diesem Verbot die Möglichkeit einer kosteneffizienten und ökoligisch sinnvollen Bewässerung genommen wird. Ich bin daher sehr gespannt, ob die angesprochenen Klagen Wirkung zeigen.

Mit freundlichen Grüßen
Mittenzwei

Meik Richter

Heidestr.37 16321 Bernau OT Schönow

24.06.19, 08:44

Hallo Herr Krüger,
Sie haben völlig Recht mit Ihrem Beitrag.
Mir als Brunnenbaufachbetrieb wird hier die Arbeitsgrundlage entzogen. Diese Vorgehen des WAV Panke/Finow im Absprache mit der Unteren Wasserbehörde Eberswalde, wird nun einer gerichtlichen Prüfung unterzogen.
Ebenso habe ich Kunden, die gegen die Nichterteilung der Teilbefreiung vom Abnahme- und Benutzungszwang (Voraussetzung für die Benutzung des Grundwassers für Beregnungszwecke, Brunnen, bzw. Gartenbrunnen), Klage beim zuständigem Verwaltungsgericht erhoben haben.

Die Handwerkskammer, sowie die Brunnenbauerinnung und Bundesfachgruppe Brunnenbau sind über die Vorgehensweise des WAV Panke/Finow informiert und haben sich des Problems angenommen.
Der WAV Panke/Finow stellt sich hier als alleiniger Nutzer bzw. Eigentümer des Allgemeinguts Grundwasser dar.

Wir hoffen auf eine baldige Klärung der Angelegenheit.
Brunnenbauermeister
Meik Richter

Ronald Krüger

Biesenthal

23.12.18, 20:25

Liebe Biesenthaler, wer hat schon die neue Ausgabe der Wasserzeitung des WAV Panke/Finow erhalten?
Wer sie noch nicht bekommen hat, findet sie unter dem Link:
wav-panke-finow.org/footer/wasser-zeitung

In der Ausgabe Nr. 2/2018 wird über unser Trinkwasser berichtet und es werden Argumente gegen einen eigenen Brunnen zum Gartensprengen aufgeführt.
(„Der eigene Brunnen nur noch in Ausnahmefällen!“, Seite 4/5.]

Pro-Argumente - für einen eigenen Gartenbrunnen:

  1. Der Gartenbrunnen zerstört nicht den oberen Grundwasserleiter und beeinträchtigt nicht die Filterung des Niederschlagswassers.
  2. Ein eigener Brunnen ist gelebter Naturschutz und trägt zur nachhaltigen Reinigung des Grundwassers bei, indem er das geförderte Wasser dem Wasserkreislauf vor Ort zuführt.
  3. Der eigene Brunnen verhindert eine Überlastung der zentralen Wasserversorgung zu Spitzenzeiten (u. a. Urlauber, Wochenendgrundstücke) und sorgt für einen kostengünstigen Ausbau eines nicht in vollem Umfang ständig benötigten Trinkwassernetzes.
  4. Der eigene Gartenbrunnen leistet einen Beitrag zum Katastrophenschutz und sichert das Überleben in solchen Fällen.
  5. Wie viel jeder Eigentümer eines Grundstücks dafür ausgeben möchte, sollte dem Bürger selbst überlassen bleiben und nicht durch weitere Hürden eingeschränkt werden.