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Bahnanbindung X.0 (Deutschlandtakt)

Lutz

Biesenthal

04.11.18, 15:01

Das BMVI hat im Oktober einen Gutachterentwurf für einen deutschlandweiten integrierten Taktfahrplan veröffentlicht (für B, BB und MV hier: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/Schiene/zielfahrplan-no.pdf?__blob=publicationFile ), der in den nächsten Jahren eingeführt werden soll. Nach meinem zugegebenermaßen laienhaften Verständnis scheint mir aus Biesenthaler Sicht folgendes interessant zu sein:
1. Die Halte Melchow, Biesenthal und Rüdnitz sollen auch langfristig ausschließlich von der RB24 (mit Umweg über Lichtenberg) bedient werden.
2. Der RE3 bekommt im Zusammenwirken mit dem Fernverkehr einen Halbstundentakt.
3. Der RE3 hat eine Standzeit in Berlin Hbf von 13 Minuten (!).
4. Die RB24 hat in Bernau Anschluss an den RE3 nach Berlin (8-9 Minuten); deshalb gibt es aber praktisch keinen Anschluss in Eberswalde von der RB24 Richtung Joachimsthal und Chorin mehr (ca. 50 Minuten).

Nicht ersichtlich ist, was mit dem „Verdichter“ passiert. Vermutlich geht er in den Halbstundentakt ein, und die einzigen Direktverbindungen Biesenthal-Berlin Hbf im Tagesverkehr entfallen. Der gute Anschluss in Bernau wird durch die lange Standzeit in Berlin Hbf entwertet, da die Fahrzeit mit RB24/RE3 z.B. von Biesenthal nach Südkreuz etwa 20 Minuten länger als mit dem „Verdichter“ und gegenüber dem Umweg über Lichtenberg nur geringfügig kürzer wäre. Andererseits könnte die extrem lange Standzeit des RE3 in Berlin Hbf (wenn ich es richtig deute, ist das die längste Standzeit aller Züge dort) ausreichend Zeitreserven für zusätzliche Halte zwischen Eberswalde und Bernau bieten.

Im Sinne des „Leitbildes“ und um zu vermeiden, dass Biesenthal in einer Blechlawine erstickt, schlage ich vor, vorerst keine weiteren Wohnparks mehr zu genehmigen. Erst wenn klar ist, dass ausreichende Direktverbindungen von Biesenthal ins Berliner Zentrum möglich und gewollt sind, sollte die Einwohnerzahl unseres Städtchens weiter wachsen.